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Marke "Schorfheide" kreiert

Joachimsthal (MOZ/vp) Das Jagdschloss Hubertusstock - Inbegriff für die Schorfheide. Genau dort, im Kaminzimmer der Honecker-Suite, starteten die Gemeinde Schorfheide und das Amt Joachimsthal (Schorfheide) gestern ihre neue Imagekampagne. Mit der Marke "Schorfheide" wollen sie künftig für die Region werben.

Praktisch war der Startschuss schon ein paar Tage zuvor gefallen. Beim Sechstagerennen in Berlin. Uwe Schoknecht, Bürgermeister von Schorfheide, und Dirk Protzmann, Amtsdirektor von Joachimsthal, hatten im Velodrom das Zukunftsrennen der Elite-Nachwuchsfahrer freigegeben. Unter den Teilnehmern zwei junge tschechische Fahrer in grünen Trikots, die das Team "Schorfheide" bildeten. Auftakt der neuen Imagekampagne.

Gemeinde und Amt tragen die Schorfheide seit Jahren im Namen. Sie bilden das Kerngebiet der Schorfheide. Nun haben sie die Marke "Schorfheide" kreiert. Mit dieser wollen sie noch mehr Touristen in die Region locken. "Denn wir haben viel mehr zu bieten als ,nur' schöne Natur", erklärten Schoknecht und Protzmann gestern bei der Präsentation. Die Verwaltungschefs verwiesen auf die "große touristische Vielfalt", unter anderem auch auf die zahlreichen kulturellen Offerten.

Anke Bielig, in der Gemeinde Schorfheide für Tourismus zuständig, bekräftigte: "Die Schorfheide ist weit bekannter als das Barnimer Land." Und die Schorfheide sei "positiv besetzt". Laut einer Studie sowie Umfragen würden die meisten Deutschen mit der Schorfheide vor allem Wald und Jagd assoziieren. "Politik spielt da weniger eine Rolle." Wenngleich Staatsjagden oder der Besuch von Franz Josef Strauß auf Hubertusstock für viele schon ein Begriff seien. Diesen Bekanntheitsgrad wollen Gemeinde und Amt nutzen, um die Region am Tourismus-Markt zu platzieren.

Der Eberswalder Grafiker Hans-Jörg Rafalski hat dafür die Marke "Schorfheide" in Form eines Preisaufklebers entworfen. Eine neue Internetseite (www.schorfheide.de) wurde erstellt. "Seit der Freischaltung am 28. Januar hatten wir schon 6000 Besucher", freute sich Christine Nieter, Tourismusbeauftragte im Amt Joachimsthal, über die große Resonanz. Die Anschubfinanzierung des Projektes hat die Gemeinde Schorfheide geleistet - die kreisliche Wirtschaftsfördergesellschaft beteiligte sich mit einem Zuschuss. Mit der WITO, der Fachhochschule Eberswalde sowie der Biosphäre gebe es ohnehin eine enge Zusammenarbeit. Ebenso suchen Gemeinde und Amt die Verbindung zu Eberswalde und zum Amt Britz-Chorin-Oderberg.

Wobei sich die zwei Tourismusexpertinnen Bielig und Nieter einig sind: "Wir wollen die Marke nicht verwässern. Wo Schorfheide drauf steht, muss auch Schorfheide drin sein." Akteure, die die Marke selbst nutzen und mit ihr werben wollen, müssen mit der Gemeinde Schorfheide bzw. dem Amt Joachimsthal einen Lizenzvertrag, der an bestimmte Bedingungen geknüpft ist, abschließen. "Auf diese Weise wollen wir Qualität sichern."

Nächster gemeinsamer Auftritt wird am 27. März beim Berliner Reisemarkt am Ostbahnhof sein. Für den 1. Mai ist ein großes "Maifest in der Schorfheide" geplant - unter Einbeziehung des Tages der offenen Ateliers. "Gleichzeitig gilt dies in diesem Jahr als Saisonauftakt", kündigte Bielig an. Die Marke "Schorfheide" sei aber auch eine Herausforderung und eine Einladung an die Vereine sowie die Tourismusgemeinschaft, sich stärker in die Entwicklung der Region einzubringen, hieß es.

Von Viola Petersson


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