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Unentgeltlich, aber lohnend

Joachimsthal (MOZ) Premiere im bbw-Kommunikationszentrum auf Hubertusstock: Die Schorfheidestadt zeichnete am Mittwoch erstmals engagierte Ehrenamtler aus. Die Würdigung war von der CDU-Fraktion des Parlamentes initiiert worden und soll zu einer Tradition werden.

"Die Stadtverordnetenversammlung Joachimsthal hat diesen ,Tag des Ehrenamtes' ins Leben gerufen, um all jene zu würdigen, die in ihren Vereinen oder im privaten Bereich durch ihre Arbeit einen unverzichtbaren Beitrag für die Allgemeinheit leisten." Mit diesen Worten hatte Bürgermeisterin Gerlinde Schneider - gemeinsam mit den Abgeordneten Petra Fischer und Harald Lüderitz - engagierte Bürger im Tagungshotel begrüßt. Nach dem Vorschlag der CDU-Fraktion waren Vereine und Einrichtungen der Stadt gebeten worden, Kandidaten für die Auszeichnung zu benennen. So fiel die Wahl letztlich auf 16 Bürger, die sich beispielsweise in Sachen Sport, Kultur, Kinder- und Jugend- oder Seniorenarbeit engagieren.

Für die Definition des Ehrenamtes bemühte Schneider in ihrer Ansprache ein afrikanisches Sprichwort: "Viele kleine Leute in vielen kleine Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern." Wenn auch, so die Bürgermeisterin, die 16 Ausgewählten nicht gleich die ganze Welt verändern, so helfen sie doch, die Stadt Joachimsthal schöner und das Vereinsleben interessanter zu gestalten. Insofern zahle sich also die Tätigkeit, obgleich unentgeltlich geleistet, aus - sowohl für den, dem geholfen wird, als auch für den, der Hilfe leistet.

Und: "Sie zeigen, dass es in unserer Gesellschaft immer noch ein soziales Miteinander und einen Gemeinsinn gibt, dass freiwilliges Tun Teil Ihres Alltags ist." Gleichzeitig ermunterte Schneider die Geehrten weiterzumachen und andere, sich vielleicht für ein Ehrenamt zu entscheiden. "Arbeit gibt es für die Bürger in unserer Stadt noch genug", bekannte das ehrenamtliche Stadtoberhaupt. "Sei es in Vereinen, im Sport oder Kulturleben, in der Kirche oder einfach bei der Pflege von Bäumen und Grünflächen." Jeder habe die Möglichkeit, sich ehrenamtlich zu engagieren.

Die 16 Ausgezeichneten erhielten nicht nur eine Urkunde, sie durften sich auch in die Chronik der Stadt eintragen. Wie weit das Feld des ehrenamtlichen Tuns sein kann, widerspiegelte sich auch bei den Joachimsthaler Kandidaten.


Von VIOLA PETERSSON



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