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Schorfheider Musikherbst ging fulminant zu Ende

Joachimsthal (ir) Schöner hätte der Herbst nicht ins Haus geholt werden können. Während des Abschlusskonzertes zum "Schorfheider Musikherbst auf Hubertusstock" am Sonntagnachmittag konnte das Publikum aus dem Hubertussaal hinaus auf die farbenfrohe Pracht stattlich gewachsener Bäume schauen - ein Erlebnis, das für einige Angereiste etwas Neues und etwas ganz Besonderes war. Und während Herbstblätter draußen tänzelnd zur Erde schwebten, bot das "bläserquintett der staatskapelle berlin" beim "Crossover - von Jazz bis Klassik" musikalischen Hochgenuss.

Zum zweiten Mal bereits erwies das 1994 gegründete Ensemble mit den Solo-Bläsern Heiner Schindler (Klarinette), Ingo Reuter (Fagott), Gregor Witt (Oboe), Thomas Beyer (Flöte) und Axel Grüner (Horn) mit einem Konzert seine Referenz an die Region. Das Quintett gehört zur renommierten Berliner Staatskapelle, die am Ende der Spielzeit 2007/2008 von den Kritikern der Zeitschrift "Opernwelt" bereits zum fünften Mal zum "Orchester des Jahres" gewählt wurde. Mit dem Opern- und Konzertorchester der Staatsoper Unter den Linden unter Daniel Barenboim auf vielen umjubelten Tourneen um den Erdball unterwegs, spielten die Bläser nun zum Schorfheider Musikherbst mit musikalischer Gestaltungsfreude ebenso wie mit überragender Klanglichkeit ihre Stücke.

Mit George Gershwins Preludes schickten die Musiker gleich zu Beginn einen konzertanten Schwung ins Publikum. Anschließend stellten sie mit den zeitgenössischen "Three Shanties" des 1921 geborenen englischen Komponisten Malcolm Arnold ihren Sinn auch für musikalischen Humor unter Beweis. Die Interpretation von Seemannsliedern war buchstäblich bis zum allerletzten Ton ausgefeilt. Von Jazz und Blues inspirierte Musik von Gunther Schuller sowie das Andante "Für eine Walze in eine kleine Orgel" KV 616 aus dem Schatzkästlein von Wolfgang A. Mozart entließen die Konzertbesucher zufrieden in die Pause.

Der vitale Stil der Bläser kam auch bei musikalischem tropischen Flair von Paquito D´Rivera und mit dem Bläserquintett B-Dur, op 56 Nr. 1 von Franz Danzi zum Tragen. Der Einsatz weiterer Instrumente, Englisch-Horn, Piccoloflöte und Altflöte, verlieh der musikalischen Bandbreite ihren klanglichen Feinschliff. Obwohl schon wieder auf dem Sprung zu Gastspielen in Wien und Paris am nächsten Tag, bedankten sich die Musiker mit einer Zugabe von Johann Strauss für den lang anhaltenden Beifall der Konzertbesucher.

Mit dem vierten Konzert beendete das Kultur- und Kommunikationsforum Schorfheide (KuKS) e. V. als Träger die diesjährige Konzertreihe zum Schorfheider Musikherbst im bbw Kommunikationszentrum auf Hubertusstock. Das Preußische Kammerorchester, ein Violinabend mit Jansen Folkers (Violine) und Yoko Fujiwara (Klavier), das Duo-Collage "forum für frühe musik" Berlin und nun das Quintett mit seiner hochkarätigen Besetzung verliehen dem zweiten Schorfheider Musikherbst seinen besonderen Klang.


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