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BIORAMA Projekt präsentiert: "Black Mesa", Ausstellung
BLACK MESA - Kunstinstallation von Hannes Seebacher
Eröffnung/Vernissage: 13. August 16.00 Uhr
Weiße Villa, Am Wasserturm
16247 Joachimsthal
14. August bis 29. September 2008
www.biorama-projekt.org
Seebacher setzt seine aufsehenerregenden Installationen fort, Gedanken und Empfindungen über die Nutzung und Notwendigkeit beim Gebrauch des Wassers durch den Menschen darzustellen und die Auswirkungen die dadurch in der Landschaft entstehen.
In seiner neuen Installation, BLACK -MESA (der Schwarze Tafelberg), wird das Thema in Bezug auf Braunkohle erweitert. Die Hauptstruktur der Installation (mit freundlicher Unterstützung von Vattenfall und BHG) wird neben der "weißen Villa" des BIORAMA-Projektes aufgestellt mit einem direkten Sichtanschluß zum angrenzenden Wasser-Turm und seiner Aussichtsplattform.
Innerhalb der Villa selbst, konstruiert Seebacher weitere Gestaltungsarbeiten und multi-media installationen um dieses Thema.
Die Ausstellung wird offiziell durch Herrn Minister Reinhold Dellmann am 13. August eröffnet und ist bis zum 29. September 2008 zu erleben .
Öffnungszeiten:
Donnerstag bis Sonntag und an gesetzlichen Feiertagen von 11.00 - 18.00 Uhr oder auf Anfrage.
"Black Mesa"
Die Black Mesas sind frei übersetzt die „schwarzen Tafelberge“ auf dem Colorado Plateau in Arizona. Diese karge sensible Landschaft wurde vor langer Zeit von den Hopi und den Navajo Indianern besiedelt und bewirtschaftet . Trotz äußerst geringer Niederschlagsmengen schaffte es diese Kultur durch ihren Glauben und somit tiefster Naturverbundenheit von dieser und vor allem in dieser Landschaft zu leben .
Der tägliche Umgang mit dem Wasser war zentrales Thema in der Erziehung der Kinder; der gang zur quelle eine heilige Handlung. Fließendes Wasser aus dem Hahn, so argumentierten sie, lasse jegliches Gefühl für das Wasser verkümmern, täusche einen unerschöpflichen Vorrat vor, lade nahezu ein zu gedankenlosem Verbrauch, sei eine Entweihung des heiligen Gutes!
Doch Wohlstand und Fortschritt brachten den Abbau von Kohle mit sich und führten so zu drastischen Veränderungen der zyklischen Abläufe in dieser Natur und lösten einen Dominoeffekt aus, der in dieser komplexen Verkettung der Lebensumstände der weißen Bevölkerung in absehbarer Zeit unumkehrbar ist.
Ausgehend vom Wasserturm, der seine Funktionalität durch den Einsatz elektrisch betriebener Pumpsysteme verloren hat, die wiederum zum Großteil aus fossilen Brennstoffen z.B in der Stromgewinnung durch Kohlekraftwerke zugeführt wird, soll in dieser Installation der elementare Zusammenhang von Kohle und Wasser dargestellt werden.
Beides – Wasser und Kohle – sind sozusagen als Resource für die Entwicklung von Kulturen bis hin zur Industrialisierung maßgeblich gewesen. Durch diese rasche industrielle Entwicklung entsteht natürlich eine Abhängigkeit von Rohstoffen, deren Abbau oder Gewinnung in Zeiten der Globalisierung mehr und mehr zu einem sensiblen Thema wird.
Die Installation „black mesa“ besteht aus einem Stahlrahmenkubus (3 x 3 x 3 m) bespannt mit 3000 m fluoreszierender Angelsehne. Im Kubus steht ein 3 m hoher Braunkohlezylinder, bestehend aus ca. 10 000 Stk. Braunkohlebriketts.
Im Innenraum befindet sich ein in den Boden eingelassenes Acrylglasbecken, welches eine direkte Verbindung zum darunter liegenden Kohlekeller herstellt.
In dieses mit bewegtem Wasser gefüllte Acrylglasbecken wird mittels Videoprojektor, welcher mit einer auf der Aussichtsplattform des Wasserturms befindlichen Livekamera verbunden ist, die Aussicht auf die Schorfheide projiziert.
Der darunter liegende Kohlekeller wird so mit bewegtem Licht, dass die Farben der Umgebung wiedergibt, erfüllt und von der ruhigen Wasseroberfläche auf dem Boden des Kohlekellers reflektiert.
Sarah Phillips
Project Director
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